Abschlussbericht PPP - Aktuelles - Matthias Schmidt | MdB

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Abschlussbericht PPP

Matthias Schmidt | MdB
Herausgegeben von in ALLGEMEIN ·
Abschlussbericht unserer PPP-Schülerin Julia Seidel, nach 10 Monaten in den USA.

Auf einmal ist der Tag gekommen auf den ich so lange gewartet habe – der Tag, an dem es wieder nach Hause geht. 10 Monate lang habe ich mir überlegt, wie es sein wird, wieder nach Hause zu fliegen. Ich habe die ganze Zeit gedacht, ich wäre gut vorbereitet und bereit wieder nach Hause zu gehen. Je näher es jedoch dem Abflugdatum kam, desto weniger wollte ich wieder zurück nach Deutschland. Es war für mich sehr schwierig zu verstehen, dass ich alles, was ich mir innerhalb der letzten 10 Monate aufgebaut hatte, wieder verlassen zu müssen. Ich habe so viel dafür gegeben mir mein Leben in den USA aufzubauen, ich bin mehr als einmal über meinen Schatten gesprungen und habe immer wieder etwas für mich völlig neues ausprobiert. Natürlich kann ich wieder zurück in die USA gehen, um meine Gastfamilie und meine Freunde zu besuchen, jedoch wird es nie mehr so werden wie es einmal war. Dieser Gedanke hatte mich in den letzten Wochen so sehr beschäftigt und ich konnte mich nicht entscheiden, ob ich traurig oder glücklich sein sollte. Im Verlauf des Auslandsjahres hatte ich immer mal wieder so ein Gefühlschaos, jedoch war es am Ende am schlimmsten. Ich habe mich wirklich wieder auf zu Hause und mein altes Leben gefreut, ich wollte aber wiederum auch mein „neues Leben“ nicht verlassen. Als ich es richtig realisiert habe, dass es zurück nach Deutschland geht war nicht etwa am letzten Schultag oder an meiner Abschlussfeier, sondern als ich meinen Koffer gepackt und die ganze Deko von meinen Wänden abgenommen habe und ich in einem kahlen Raum stand. In dem Moment habe ich realisiert, dass mein Jahr in den USA vorbei war.  Als ich dann jedoch mit meiner Gastfamilie am Flughafen stand und ich mich von ihnen verabschieden musste, hat es sich eher angefühlt als würde ich in den Urlaub fahren, anstatt zurück nach Deutschland. Somit ist mir der Abschied auch nicht so schwer gefallen wie ich es eigentlich erwartet hätte. Bevor es für mich zurück nach Deutschland habe ich mit allen PPP-Stipendiaten noch ein zweitägiges Abschlussseminar in Washington DC gehabt. Während des Seminars haben wir uns gemeinsam auf unsere Rückkehr und den sehr wahrscheinlichen Kulturschock vorbereitet. Außerdem hatten wir nochmal die Möglichkeit bekommen mit Mitarbeitern des amerikanischen Congress zu reden und Ihnen von unserem Jahr zu erzählen. Die zwei Tage sind super schnell vergangen und schon saß ich im Flieger nach Deutschland. Der Flug ist super schnell vergangen und schon saß ich im zweiten Flieger nach Berlin. Als ich dann am Kofferband auf meinen Koffer gewartet habe, kam meine Aufregung wieder. Meine Familie endlich wieder in meine Arme schließen zu können war super schön. In der ersten Woche in Deutschland  war alles total aufregend und anstrengend da ich mit der Zeitumstellung noch sehr zu kämpfen hatte. Ich würde schon sagen, dass ich einen Kulturschock hatte, jedoch kann ich gar nicht so genau festlegen an was es genau lag. Mittlerweile habe ich mich schon ziemlich gut wieder eingelebt und bin immer noch sehr froh mich für ein Auslandsjahr entschieden zu haben. Es war eine super Erfahrung für mich und ich würde sie für nichts in der Welt eintauschen wollen. Ich habe so viel in dem Jahr gelernt – nicht nur über mich, sondern auch über andere Menschen und bin mir sicher, dass mich meine Erfahrung in meiner Zukunft voranbringen wird. Für den Traum ins Ausland zu gehen lohnt es sich definitiv zu kämpfen, denn diese Erfahrung bereichert einen ungemein. An dieser Stelle möchte ich auch noch einmal ein riesengroßes Dankeschön an Herrn Schmidt und sein Team richten, da nur durch das Stipendium mein Traum für 10 Monate in den USA zu leben, ermöglicht wurde.
 
Vielen Dank,

Julia Seidel




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